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Mobile Zahlungslösungen – die Zukunft

 

Immer mehr Waren werden im Internet gekauft und weniger in den Läden vor Ort mit Bargeld. Der Trend geht klar hin zu mobilen Zahlungslösungen. Spätestens seit beschlossene Sache ist, dass eine Bargeldobergrenze in Deutschland eingeführt wird. In einigen Nachbarländern wie Frankreich und Tschechien gibt es sie schon. Doch wer werden die Gewinner sein, wenn die mobilen Transaktionen stärker ansteigen?

 

Darunter fallen zum einen die großen üblichen Bekannten wie VISA (WKN: A0NC7B), Mastercard (WKN: A0F602) und Paypal (WKN: A14R7U) . Doch auch ein deutsches Unternehmen ist technologischer Vorreiter in diesem Gebiet. Besonders was die Performance der letzten Jahre anging, stach diese Aktie alle anderen aus. Vergleichsweise viele negative Nachrichten gingen von diesem Unternehmen aus, da es Ziel mehrerer großer Leerverkaufsattacken war. Die berühmteste war wohl im Jahr 2016 als ein anonymer Autor in dem bis dahin unbekannten Analyseunternehmen Zatarra Research meldete, dass die Wirecard AG (WKN: 747206) betrügerisches Geschäftsgebaren an den Tag legt.

 

Daraufhin senkte sich der Kurs merklich gegen Süden, konnte aber schon bald wieder die vorherigen Höchststände übertreffen und seitdem eine beeindruckende Performance ablegen. Das Unternehmen aus Aschheim kann laufend mit neuen Partnern und neuen Projekten zur Zusammenarbeit aufwarten, wie z.B. die Meldung im April 2018, dass Wirecard nun den Spielehersteller Gameforge unterstützt. Dessen Community ist über 450 Mio. Spieler stark. Weiterhin hat das Unternehmen Partnerschaften mit Apple, wodurch Händlern ermöglicht wird Apple Pay als Zahlungsweise zu akzeptieren.

 

Wirecard hat im ersten Quartal 2018 wieder einmal die Erwartungen übertroffen und profitiert weiter vom Onlinehandel. So ist der Umsatz und das operative Ergebnis wieder einmal kräftig angewachsen. Der Erlös stieg um sagenhafte 52 % und das Ebitda ist um 38% gestiegen. Somit wäre wieder einmal bewiesen, dass sich das Unternehmen in einer zukunftsträchtigen Branche befindet, die auch weiter rasant wachsen wird. Nach Ansicht des Autors ist vom Wachstum die ganze Mobile Payment Branche betroffen, wobei Wirecard aufgrund seiner Wachstumsdynamik und mit einer Eigenkapitalrendite von ca. 15 % (2017) zumindest den Konkurrenten Paypal (ca. 11%) locker schlagen kann. Wer sich hingegen eine Aktie mit über 71% Eigenkapitalrendite ins Depot holen will, sollte sich Mastercard genauer ansehen.

 

Fazit: Aktien aus der mobile Payment Sparte haben in der Vergangenheit bereits eine beeindruckende Performance hingelegt, die sich mit zunehmendem Onlinehandel weiter ausbauen dürfte. Besonders bei der schwankungsanfälligeren Aktie der Wirecard AG empfiehlt es sich auf Kursrücksetzer zu warten, da im Moment alle Aktien aus dieser Branche relativ hoch bewertet sind und relativ wenig Luft nach oben haben dürften.

 




Disclosure: Autor ist in Aktie investiert und möchte deswegen auf den Interessenkonflikt hinweisen. Hier handelt es sich nicht um eine Empfehlung und der Autor übernimmt keinerlei Haftung bei eventuellen Kursverlusten


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